Puh, hab ich schlecht geschlafen. Die Metratze nicht bequem und nachdem ich gestern Abend brav viel getrunken habe, wollte das in der Nacht wieder raus. Grrr. Raus aus dem Schlafsack, ab in die Kälte. Wach!
Der Morgen ging dann ruhig los, sollten nur 6h sein. Wir hatten jeder seine Sachen quer durch die Hütte verstreut, musste alles wieder verpackt werden.
Um zehn nach acht bin ich auch aufgebrochen. Jetzt wurde der Feldweg zum reinen Quadtreck. Man musste zwar weiter um Schlammlöcher hüpfen, war aber machbar.
Um kurz nach 10 Uhr war ich an der Boundaries Hut. Erstmal zweites Frühstück. Ein Drittel der Strecke ist schon geschafft. Mir ging es auch noch gut, frohen Mutes.

Nach der nächsten Maschendrahtzaunbrücke wurde der Weg wieder mal gemein. Füße naß, immer ein paar Höhenmeter machend. Wir sind die ganze Zeit Quadspuren gefolgt, da hab ich mir nix dabei gedacht, als die plötzlich den Berg hoch gingen. Auf einer Zwischenanhöhe kucke ich ins Tal. Mist. Dort sind Wegmarker. Hier oben nicht. Fluchend umgedreht. Und was findet sich am Boden? Ein Inreach. Sieht soweit gut aus, nur Batterie platt. Wer hat das da verloren?
Nach zwei Stunden hab ich auf die Strecke geschaut. Erst vier Kilometer geschafft? Puh. Gemein. Und der Weg wurde immer gemeiner. Jetzt ein einziger Sumpf. Füße platschnass, einfach nur versuchen die Schuhe an den Füßen zu behalten.
Bei einer kurzen Pause habe ich noch meine Geheimwaffe raus geholt. Ich hatte noch ein Powerade. Danach Kopf runter und durch. Ganz schön zäh.
Glücklichweise ließen sich die letzten zwei Kilometer gut laufen. Und endlich kam die Hütte in Sicht. Da der Aussie ja weiter will, hoffe ich auf eine Privathütte.
Ich konnte auch meine T-Shirts im Bach auswaschen. Die Sonne brennt heute. Die Socken sind dreckig aber trocken. Ob es für die Schuhe reicht?
Ansonsten Essen machen. Fünf Minuten Nudeln und ein kleines Fertiggericht. Lecker. Da ich ja früher da war auch alles ruhig und entspannt.
Morgen wird es von den Kilometern her nochmals weniger. Vielleicht komm ich mal nicht halbtot an 😉