Zuerst Mal: Ich bin zurück in Macetown. So weit ist alles heil, bis auf mein Ego.
Die letzte Nacht war nicht gut. Alle zwei Stunden musste ich raus zum Sterne bewundern.
Zu allem hat es angefangen zu regnen und es war elendig kalt im Zelt. Am Morgen, wo ich eigentlich los wollte, kam nochmal ein Regenguss. Ich habe dann alles im Zelt erledigt, was ging. Dann hat es wie zum Wunder aufgehört. Also Zelt abbauen. Klatschnass. Grr.
Ich habe mich dann aufgemacht Richtung Roses Hut. Die Hochwasserroute sollte es sein. In die andere Richtung bin ich damals die Niedrigwasserroute gelaufen, das war Ok. Die Hochwasserroute geht dafür sofort den Berg hinauf. Immer nach drei Schritten stehen bleiben, durchschnaufen. Die Nase läuft besser als ich. Mist. Habe mich reingekämpft, aber alles steil, rutschig und kraftraubend. Die ganze Strecke war ein einziger Kampf, Durchschnittsgeschwindigkeit 1,6km/h. Wow.

Ich meine die Aussicht war gut.
Vor dem letzten Hügel habe ich ziemlich platt eine Pause gemacht und einen Riegel rein gepackt. So eine richtige Pause habe ich bisher nicht gemacht.
Den letzten Hügel der Hochwasserroute im neuerlichen Regen hinter mich gebracht. Der Wind frischte auf, die Berggipfel alle in den Wolken.
Ich habe dann den Roses Pass behonnen. Aber nur zwei bis drei Schritte. Pause. Nach 50 Höhenmeter habe ich eine weitere Pause mitten auf dem Weg gemacht. Und mal eine Bestandsaufnahme gemacht:
Kraft alle, ich stolpere öfter als ich sollte. Nase läuft als einzigstes konstant. Rückenverspannungen im vollen Gang. Rechtes Bein krampft, Fußgelenk meckert. Linker Fußknochen im Mittelfuß hat seit Tagen Schmerzen angemeldet.
Du kannst die wahrscheinlich die Hälfte des Berges den du erklimmen willst nicht sehen.
Pah, irgendwas ist hier gegen mich.
Cahadras oder Roses Pass?? Wie Gandalf und seine Truppe habe ich mich geschlagen gegeben und bin umgedreht. Beim Weglaufen kam kurz die Sonne raus. Wie im Herrn der Ringe.
Nochmals diese Hochwasserroute die dich so zerschossen hat? Nein.
Bin die Niedrigwasserroute runter. Oftmals durch die Stachelbüsche schlagen, den Fluss 30 Mal kreuzen. Bei jeder Kreuzung eiskalte Füsse. Nach einem stolperer bis zur Brust ins Wasser eingetaucht.
Gegen Ende kommt dann ein Feldweg. War ich froh. Macetown, schön dich zu sehen.
Im neuerlichen Regenguss das Zelt aufgestellt. Mich drin verkrochen und trockene und warme Klamotten angezogen. Die Sandflys haben mich auch wieder gefunden.
Wie zum Hohn kam gerade die Sonne raus.
Was mich aber gerade noch bedrückt. Ich habe keinen Hunger!
Fazit: Die Stimmung ist im Keller, das Ego schwer angekratzt. Auch wenn einiges schmerzt, habe ich erstmal keine bleibenden Schäden und bin sicher. Wobei das Ego….