Tag 32 Wandertag

Ohhh. Das Wetter! Viel zu sonnig…

Nein, hab nix gesagt.

Die Nacht war sehr kalt, die Temperaturen deutlich einstellig. Dafür ein klarer Himmel, die Milchstraße schön zu sehen. Aber nur ein kleiner Teil, zu viele Bäume hier.

Ich war früh wach, um halb sieben bin ich aus dem Zelt gekrochen. Und schnell alles naß in den Kofferraum gestopft. Heute ist Umzugstag in die Cabin. Ich habe versucht leise zu sein. Naja, bein ausfahren musste ich ziemlch dicht an mehreren Zelten vorbei. Sorry.

Die Straße in den Mount Aspiring Park war um acht Uhr für 2WDs immer noch gesperrt. Es gibt mehrere Wasserdurchfahrten. Die natürlich nach den letzten Tagen etwas hoch sein könnten. Ich dachte zwar, dies sollte sich verbessert haben, aber das DoC hat es gesperrt. Ich fahre keine 40km Schotterstraße um zu sehen, sie haben recht.

Somit sollte es der Roys Peak Lookout sein. Nach einem kurzen Einkauf in der Patisserie in Albert Town bin ich raus gefahren. Um acht war ich da. Ich wollte ja etwas die Massen schlagen. Ich habe einen der letzten Parkplätze bekommen. Was ist hier los??

Naja, das Longdrop benutzt, das eigene Toilettenpapier hatte ich im Gegensatz zu vielen dabei. Und dann: ran an den Berg. 1000 Höhenmeter mit vielen Serpentinen. Touripfad halt. Auf 8 km nur bergauf. Hinterher wieder runter.

Beim hochlaufen sind mir Massen an Leuten entgegen gekommen. Wer „in“ ist, läuft nachts hoch, um den Sonnenaufgang zu erleben.

Es war auch noch ziemlich frisch am morgen. Andere waren gut eingepackt und haben sich daran nicht gestört.

Immer höher rauf. Langsam aber stetig ist mein Motto. Das Grinsen der Nachtläufer, die in Scharen entgegen kommen nicht beachten. Die sind froh, auf dem Rückweg zu sein.

Nach 3,5 Stunden Schinderei, oben. In der Fotoschlange 3 Leute. Dann stelle ich mich an.

Warum macht man das ganze überhaupt?

Im Hintergrund der Mt Aspiring National Park. Mit dem Mt. Aspiring.

In die andere Richtung Wanaka und Umgebung.

Lake Wanaka

Nach einer weiteren kurzen Pause mit einer Zuckerbrause ging es wieder runter. 1000 Höhenmeter. Hoch ist halt mühsam, aber runter macht Probleme.

Ort Wanaka

Der Weg runter zog sich auch ganz schön. Da ich Wanderstöcke zu nutzen weiß, helfen die auch hier.

Unten haben die Knie nur etwas geschlottert. Weh taten sie schon.

Zurück in die Stadt. Nachdem ich mein Mittagessen hoch und runter getragen habe, sollte es was geben. Der Burrito gestern war so gut, es gab ihn heute in der Variante Hühnchen. Ja, passt besser.

Zudem habe ich angefangen noch mehr Flüssigkeit zu trinken. Auf dem Weg hoch, hatte ich ins T-Shirt gewechselt. Runter hatte ich fürs obere Drittel Vollmontur an, dann hab ich die Zip-Off Hose benutzt. Kurze Hosen. Das Wetter war wunderbar!!

In der Sonne war es warm, auch wenn das Thermometer eigentlich nur 18 Grad anzeigt.

Nach dem Essen zurück zum Campingplatz. Cabin bezogen.

Eigener Kühlschrank ist auch da. Wasserkocher auch. Laufe ich morgen nicht ohne Tee los! Der Duschblock/Küche ist 40m weg. Und nicht 400. Da ist dann vielleicht auch nicht so schlimm, falls heute Nacht die 3 Liter Wasser wieder raus wollen.

Nachdem ich mein Zelt ausgelegt habe, habe ich noch das gemacht, was Sportler nach dem Wettkampf machen. Eisbaden. Ich war noch nicht im See, heute war der Tag.

Ich habe es rein geschafft. Viel Schmelzwasser von den Bergen hält das Wasser eiskalt. Drin ja. Schwimmen habe ich mich nicht getraut. Die Muskeln fanden es nicht cool und ich habe sofort gezittert. Also war ich schnell wieder raus.

Danach warme Dusche, zum aufwärmen.

Zum schreiben sitze ich vor der Cabin. Mit Abstand vom Wald hat man auch mehrheitlich Ruhe vor den Sandflys.

Jetzt gleich noch Brotzeit, mehr brauche ich heute nicht mehr.

Und dann früh schlafen. Morgen soll das Wetter brauchbar sein. Seit 14 Uhr ist die Mt Aspiring Park Road freigegeben. Morgen wieder früh los!

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