Planschen passt mehr oder weniger.
Ein weiterer Ex-Wirbelsturm der Australien verpasst hat, hat uns gestern und heute getroffen. Die Wetterfrösche konnten nur erst spät erkennen, wo er zu schlägt. Gut für mich. Hier nicht. Wir haben nur den Rand abbekommen.
Schlecht für mich. Da wo ich noch hin wollte, Coromandel, insbesondere der Top 10 Holiday Park, aber auch die Gegend um Auckland und bis Napier wurden getroffen. Es kam in einer Nacht so viel Regen wie sonst in einem Monat und mehr.
Im Holiday Park stand das Wasser 1m hoch und auch die extra Toilettenhäuschen wurden hoch genug überspült, dass der Inhalt sich mit verteilt hat.
Ein Auto wurde beim Versuch eine Furt zu überqueren weg gespült. Am Abend hatte man Auto und Fahrer noch nicht gefunden.
Im sonst Knochentrockenen Twizel hat der Regen mein Auto vom Staub befreit. Die ungeteerten Straßen hinterlassen eine dicke Staubschicht. Die sonst komplett braune und trockene Landschaft, bekommt einen grünen Unterton.
Geplant hatte ich ein Besuch in Tekapo insbesondere der Springs. Es handelt sich aber ausdrücklich nicht um Thermalwasser. Dafülr riecht es nur nach Chlor und nicht nach Schwefel.
Also am Morgen ein Brötchen für die Fahrt gemacht, Avocadosmash und Salami und dann auf nach Tekapo. Gewolltermaßen war ich zu früh da.

Ich hatte auf der anderen Ortsseite geparkt, ein kurzer Spaziergang durch Tekapo zur Church of the good Shepherd. Und zum Denkmal des Hütehundes.

Man sieht schon, es ist zwar trocken, aber hinter dem Kirchlein sollte Mount Cook und die benachbarten 3000er zu sehen sein. War halt nicht.
An der Einkaufsmeile zurück und dann zum Bad. Eigentlich süß das kleine Bad, aber es hat doch schon so seine Eigenheiten.
Die Spinde kosten 5 Dollar für drei Stunden. Länger bleibt wohl niemand. Funktioniert haben die Spinde nicht richtig. Erst schloss mein Fach gar nicht. Dann hab ich Hilfe geholt und es war zu. Dann bin ich Duschen. (Das erste Mal seit Arrowtown). Komm ich wieder raus. Spind ist offen. Und nicht nur meiner. Alle!!! Als ich die neuerlich herbeigeholte Hilfe darauf ansprach meinte sie: Kein Problem, der Bereich ist Kameraüberwacht. Was bringt mir das, wenn der Dieb auf und davon ist?
Dann drei warme Pools, soweit richtig. Alle drei sind maximal Hüfttief. Also bitte nur reinlegen. OK, damit kann ich umgehen.
Die Sauna und das Dampfbad sind dagegen wieder nix. Nachdem ich in Deutschland in mehreren Saunen war, ist das jetzt gar nix. Das Papier-Festivalarmband auf dem der Code zur Sauna steht, OK. Also kleine Sauna und Dampfbad. Und ein Abkühlbecken.
Klar, Neuseeland mit Badekleidung. Find ich auch nicht schlecht. Es wurde mehr gequatscht.
Aber: Niemand legt Handtücher unter! Man sitzt auf dem Schweiß des Vorgängers bzw hunderten davon. Im Dampfbad wird auch keine Sitzfl,che gespült. Und ist auch hell beleuchtet. Ein Fest für Bakterien. Hat sich schon Mal jemand gefragt, warum in deutschen Saunen im Dampfbad immer Schummerlicht ist?!
Zum Schluss das Mini Abkühlbecken. Es ist das einzigste Becken mit kaltem Wasser. Im Saunabereich hat es keine Dusche. Also kommen alle direkt aus der Sauna und hüpfen rein. Verschwitzt…
Nennt mich pingelig, aber nein.
Die Thermalbecken waren aber nett. Aber auch ich habe beim Spind nicht nachzahlen müssen. Für das Wetter war das aber eine gute Beschäftigung.
Es war dann noch nicht so spät. Das Wetter wurde immer besser. Am Morgen hing sogar Mount John noch im Nebel, jetzt war er weg. Der Nebel. Also warum nicht??
1h hoch und über einen anderen Weg 2h runter.
Nach 40 min war ich oben.




Tekapo ist Hauptstadt der Sternengucker. Das Observatorium war zuerst da. Tekapo war nur eine kleine Ansammlung von Häusern. Man begann nachts Führungen/Vorträge zu machen. Jetzt ist das ein ganzer Tourismuszweig. Mit Planetarium im Ort. Sollten die Sterne wie jetzt nicht freiwillig raus kommen. Im Observatoriumsbild sieht man, wie es lokal regnet. Ich wurde verschont.

Irgendwo da hinten, auf der anderen Seite des Sees ist Stag Saddle. Der höchste Punkt des Te Araroas. 1925m Schön in den Wolken. Ich hatte überlegt hoch zu laufen. In zwei Tagen. Macht aber bei dem Wetter für die Aussicht keinen Sinn.
OK. Wieder runter und auf die 50 min Heimweg. Unterwegs noch ein Bild am Lake Pukaki.

Ja, das Wetter wurde immer besser. Die Berge verstecken sich aber weiterhin.
Zurück im Camp wurde zuerst gekocht. Nach dem Früstück gabs nix mehr.
Kartoffel und Hühnchenreste.

Zudem noch Frozen Salat. Der Kühlschrank meinte es zu gut mit kühlen. Dann rasieren, musste auch mal wieder sein. Und dann Blog schreiben.
Jetzt muss ich noch mit einer Idee für übermorgen um die Ecke kommen…
PS: Beim schreiben hat es angefangen zu regnen…