Tag ca -185 Sechs Monate noch – Countdown läuft

Nach dem derzeitigen Plan, der Flug ist noch nicht gebucht, werde ich genau in 6 Monaten in Auckland angekommen sein. Und in 12 Monaten muss ich dann wieder zurück sein.

In der Zwischenzeit ist einiges passiert. Der Zelttest fand hinter dem Elternhaus statt. Die Temperaturen waren bei drei Grad und Wind und Regen machte die Sache realistisch. Geschlafen habe ich zwar nicht im Zelt, aber ich bin mehrere Stunden im Zelt gelegen, ohne das mir irgendwie kalt wurde. Und das in der kurzen Hose/T-Shirt. Im Notfall kann man da noch zulegen. Für alle „normal“ temperierten Nächte sollte das gehen. Der Wind konnte den neuen Heringen nichts anhaben, alles soweit OK. Dicht war es auch, der Regen blieb draußen.

Nach meinem neuesten Streifzug sind eigentlich alle großen Ausrüstungsgegenstände vorhanden. Auch für einen Rucksack habe ich mich entschieden. Eigentlich wäre ja ein ultraleichter Rucksack gut gewesen. Jedes Gramm zählt. Für mich gibt es jedoch ein „aber“: der Rucksack und die Schuhe müssen passen. Deswegen war für mich ein blindes bestellen im Internet nicht drin. Also in den Laden meines Vertrauens. Bei beiden Ultraleichtmodellen wurde auch an den Hüft- und Brustgurten gespart. Das Gewicht hing mehrheitlich auf den Schultern. Das Modell bei dem nicht mehr an den Gurten gespart wurde sitzt dagegen wunderbar. 800 Gramm mehr, dafür besserer Sitz und stabileres Material. Entscheidung gefallen. Alle Modelle wurden übrigens auch mit +10 Kilo probiert.

Somit habe ich mich davon verabschiedet als „Ultralight-Wanderer“ zu gelten. Die Frage des Rucksackgewichts ist somit fast vollständig beantwortet. Vielleicht werde ich auch wie viele andere nach zwei Wochen Sachen in eine Bouncebox packen und Sachen vor mir her schicken.

Zudem sagte ein guter Freund in etwa: „Ich sehe noch Potential zum Gewicht einsparen, das hat aber nix mit der Ausrüstung zu tun.“ Na danke. Die Wahrheit kann manchmal gemein sein.

Im Ernst sehe ich dieses Potential auch. Hoffen würde ich folgendes: Bis zum Start in Auckland bin ich mit Basisgewicht des Rucksacks so schwer wie jetzt ohne. Bin mal gespannt, ob das klappt. Ob das mehr an Bewegung ausreicht. Das Süße klebrige Getränk weg lassen??? Puh….

Ein Visa wurde mir auch genehmigt. Für ein dreimonatiges Visum braucht man gar nichts vorlegen (als Mitteleuropäer). Bei sechs Monaten machen die Neuseeländer dann ein Faß auf. Schreiben vom Arbeitgeber, daß man einen so langen Urlaub genehmigt bekommen hat, Bankauszüge der letzten sechs Monate. Auch noch mit genug Geld drauf?!? Lebenslauf komplett. Und noch viele weitere persönliche Daten. Danach brauchte die Behörde aber nur zwei Tage zum entscheiden.

Langsam steigt mein Fitnesslevel auch auf ein unteres normales Level eines Nichtsportlers. Als ich kurz nach Weihnachten zum ersten Mal auf den Hausberg gelaufen bin und wirklich nur gelaufen, da stand ich nach dem Abstieg kurz vor Krämpfen. Bis Ende Februar hatte ich mindestens einen Tag Muskelkater und auch das gibt sich jetzt langsam. Im Moment sitze ich im Biergarten auf der Bergspitze und vernichte bei einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte und einem süßen klebrigen Getränk jeglichen Trainingserfolg des Tages. Die heutige Strecke von ca 10 km wird mittlerweile zur Normalität, morgen will ich gleich noch eine Tour machen. Zwei Tage nacheinander, wäre im Januar nicht gegangen. Und einfach langsam weiter den Trainingsumfang steigern. Gleichzeitig das Gewicht auf dem Rücken steigern…

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