Tag 7 km 15 (-1,5km) +ca 7 km Zurück wo es begann

Genau vor einer Woche kam ich hier in Kaitaia an. Ich habe den gleichen Backpacker bezogen. Aber von Anfang an.

Gestern Abend endete der Tag mit einem Rugbyspiel der Kiwis. Ich habe gedacht, bei einem WM-Spiel muss riesige Stimmung herrschen. Aber scheinbar sind nur Touris auf dem Campingplatz gewesen. Die zwei Kiwidamen haben im Backpacker geschaut, ich beim Office. Der Backpackerbereich war aber gleichzeitig mit Asiaten und Neuankömmlingen überfüllt, da wollte ich nicht im Weg sein. Und der Fernseher beim Office ist sowieso größer.

Danach noch wie E.T. nach Hause telefoniert und schlafen gelegt. Bei der Hikerdiskussion gestern war auch die Frage nach Straßensektionen laufen oder trampen.

Heute morgen bin ich wieder um sieben los. Nach den 1,5 km von gestern (oben -1,5) habe ich einen Hiker von gestern am Ortsausgang wieder getroffen. Er hob den Daumen raus. Meine Füße taten nicht sondelich weh, also habe ich mich zu Fuß auf den Weg gemacht. Ist ja der offizielle Trail. Zuerst ging es ganz gut. Ahipara ist eine Sackgasse und es wollen erst mal alle nur raus zur Arbeit. 20 raus, 1 rein. So konnte ich auf meiner Seite gut laufen und konnte gut auf die Seite stehen.

Aber nach 4 km kommt ein Abzweig. Und scheinbar wollten doch einige dort entlang. Also 40 m laufen, zwei Schritte den Hang Richtung Graben, warten bis das Auto vorbei ist, dann wieder weiter. Und so ging es weiter bis ca 1km vor Kaitaia. Dort beginnt ein Fußweg.

Ganz ehrlich. Wer braucht das? Wer hat sich schon mal gedacht: „Lass uns wandern gehen. Die Bundesstraße zwischen Hintertupfingen und Kleinkuckucksheim ist toll.“

Morgen früh geht der erste Abschnitt über die SH1. Diese Straße ist die größte und am meisten befahrene hier. Der Abschnitt gilt als „Gefahrenzone“. Ja, ich werde ihn überspringen/trampen. Ist mir zu gefährlich. Mir ging den ganzen Morgen durch den Kopf. Wenn ich hier laufe und in die andere Richtung überholt einer, wirds knapp. Hinten habe ich keine Augen. Ganz ehrlich, mir sind Züge lieber. Die fahren immer in ihrer Spur und nicht links oder rechts davon. Ja, auch denen darf man nicht im Weg stehen. Aber dort kann man durch kontrolliertes Handeln die Gefahren wirklich minimieren.

Ich war dann gegen 12 Uhr schon in Kaitaia, dort wo ich vor einer Woche auch ankam. Da ich neues Essen und neue Pflaster brauche, war es nicht sinnvoll weiter zu gehen. Der Backpacker ist ca. 2 km nördlich der Route. Und der große Pak’N Save, so eine Art Discounter, nochmal 2 km weiter. Beim durchqueren der Innenstadt war ich in einer Apotheke/Drogerie. Pflaster und sonstigen Kleinkram gekauft. Sowie neue Sohlen für die Schuhe. Dann zur Post, Solarpanel wegschicken. Ich brauche bis jetzt nicht viel Strom, so lange das Iphone im Flugmodus ist. Und das Tablet hält auch mehrere Tage. Da reicht die Powerbank aus. Also halbes Kilo Gewicht zu einem Exhiker nach Wellington geschickt. Er bewahrt es auf bis ich dort vorbei komme. Auf der Südinsel kann ich es dann eher brauchen.

Dann zum Backpacker, Rucksack abschmeißen und weiter zum Discounter. Einkaufen, dann noch zum Hunting und Fishing ein paar gefriergetrocknete Essen kaufen. Die schlagen die Trockenpasta einfach.

Zurück zum Backpacker und versuchen die Sohlen einzupassen. Zurechtschnippeln und dann in die Schuhe legen. Passt einfach nicht. Dieses Herrenmodell fängt zwar bei Größe 41 an, und man kann es auch so ausschneiden, aber der Entlastungsbereich für den Vorderfuß ist weit von da weg, wo er sein sollte. Grr…die Dinger waren teuer. Also in die zweite Drogerie/Apotheke und ein kleineres Modell gekauft. Passt gerade noch so. Eigentlich 5 mm zu kurz. Aber ist OK. Behalten werde ich erst mal alle Sohlen. Die ursprünglichen sowieso, die zu Großen entlasten die Druckstelle am linken Fuß optimal, die anderen den rechten Fuß.

Also habe ich doch ca 22km abgespult. Nur zählt nicht alles zum Trail. Das gleicht aber die getrampten Kilometer wieder aus.

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