Tag 26 km 3+3 Langes Wochenende

In der letzten Nacht war richtig Party auf dem Zeltplatz. Es ist langes Wochenende und der Zeltplatz hatte sich zusehends gefüllt. Abends haben die Einheimischen dann die Ruhezeiten ein bisschen ausgedehnt. In meiner Cabin war mir das egal. Ich dachte nur bei einem Nachtspaziergang: Ganz schön Tumult, für nachts um eins.

Da es heute noch voller wurde und keine Absage rein kam, musste ich auf den Campingplatz umziehen. Ein Platz war mir schon zugewiesen. Nur: Da stand schon jemand. Zurück zur Rezeption, sie schaut gleich mal danach. Überlegt kurz. Ist das ein älterer Herr mit langem weißen Bart? Ja, ist es. Ach der, der sollte woanders stehen, aber er stand letztes Jahr da und mit dem Gedächtnis hat es der Herr nicht so. Ich soll seinen Platz nehmen. E29 statt F29. Klar, kein Problem.

Jetzt sitz ich hier auf dem größten Platz mit dem kleinsten Zelt und habe einen Tisch und Bank quasi für mich.

Nach dem Umzug und Gesprächen mit den Nachbarn, bin ich dann zum Strandspaziergang aufgebrochen. Bis zum Ende des Strands und noch etwas um die Klippen.

Insgesamt 6-7 km. Wade scheint zu halten. Um ganz sicher zu gehen, mache ich jedoch morgen einen Sprung nach vorne. Bis Hamilton. Da werde ich bestimmt noch zwei Tage bleiben müssen. Der Snookerladen vor Ort hat sicher nix damit zu tun. Gaaanz sicher.

Nebenbei wollte ich da auch ein Schuhwechsel machen. Die jetzigen Schuhe passen in der Länge gerade noch, in der Breite könnte ich schon mehr Platz vertragen. Auch alle anderen laufen sich wirklich die Füße platt, man braucht nach einer Zeit 1-2 Nummern mehr. Die Einlegesohlen sind ramponiert und die nach gekauften sind auch nicht besser.

Zudem sind in Hamilton gute Outdoorshops, danach bis Wellington wenig. Und irgendwelche Schuhe gehen hier einfach nicht. Die müssen passen.

Somit mache ich einen Sprung von Kilometer 420 nach 760. Also einen Sprung von 340 Kilometern. Schlechtes Gewissen? Nicht wirklich. Durch die Großstadt an Straßen entlang laufen. Nein Danke. Darf ich mich halt nur noch Section Hiker nennen. Ich bin aber nicht der Einzige, der dies so sieht. Nach Team Schweden/Kiwi hat sich heute auch die superschnelle Texanerin mit dem Daumen auf den Weg gemacht. Etwas unerwartet, aber auch alle anderen haben keine Lust auf Großstadt.

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