Tag 32 km 1 Höhlen

Vor einem Monat war der Start am Cape Reinga.

Kleines Fazit:

Es sind hier Wege dabei, die hätte ich mir in meinen schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen können. Und gleichzeitig sind genau diese Strecken von der Natur und Landschaft wunderschön. So etwas findet man zu Hause nicht. Man kann sich danach auch auf die Schultern klopfen und zurück schauen, was man doch geschafft hat. Eine der Damen sagte heute zum Mt Pirongia: „Wenn ich je wieder da rauf sollte, müsste man mir viel zahlen.“ Ich sage ja und nein. Mit etwas mehr an Ausblick wäre es toll gewesen, die Natur ist sehr schön. Den Schlamm werde ich nicht missen.

Man lernt beim Laufen auch die Einheimischen kennen, auch dies ist toll.

Ich hätte auch nicht gedacht, daß ich so viel überspringe. Auf der anderen Seite bleibe ich dabei: Ich sehe keinen Sinn und Spaß darin an einer Straße entlang zu laufen. Und noch möchte ich vor der großen Meute bleiben. In den sozialen Medien sehe ich jeden Tag wie an Plätzen, an denen es ruhig und beschaulich zu ging, plötzlich eine kleine Zeltstadt steht. In dieser möchte ich nicht sein. Auch darum wollte ich weiter kommen.

Zu guter letzt bleibe ich dabei: Ich versuche auf meinen Körper zu hören. Damit kommen wir zum heutigen Tag.

Wir waren gestern so platt als wir vom Berg unten waren. Ja, am Berg macht mir mein Gewicht zu schaffen. Und den Rucksack hatte ich auch zu voll gepackt. Ich habe auch neue Schuhe gekauft, ohne die Alten zu entsorgen. Und diese und jene Kleinigkeit dazu gepackt die man vielleicht nicht braucht. Den Damen macht vielleicht ihr Alter zu schaffen. Sie haben ja fast zwanzig Jahre Vorsprung. Auf jeden Fall wäre heute ein Tag von mindestens 30 km an der Reihe gewesen. Zudem sollte die zweite Schwedin heute auch in Waitomo eintreffen. Also haben wir uns von unseren Gastgebern gegen eine Spende fahren lassen. Ach wie langweilig. Schwindeln schon wieder. Aber nach den zwei Tagen gestern und den neuen Blasen wäre es nicht drin gewesen. Beide Knie tun weh, bitte keine Stufen.

Wir waren um 10 Uhr in Waitomo. Ich habe mir wieder ein schniekes Einzelzimmer im Backpacker genommen. Die anderen sind auf dem Zeltplatz. Aber bei mir sind das auch sentimentale Gründe. Bei meiner ersten Reise nach Neuseeland habe ich genau hier die erste Nacht außerhalb von Auckland verbracht. Und bei der Landschaft hinter dem Backpacker das erste Mal gedacht: Ja, das könnte Hobbingen sein, so grün.

Genau dieses Bild habe ich damals auch gemacht. Hinter dem Backpacker.

Bei der zweiten Reise habe ich sogar mit meiner Frau im gleichen Zimmer gewohnt.

Und zudem, das haben die anderen noch nicht kapiert: Das könnte wohl das letzte Zimmer für eine Woche sein. Die anderen wollten morgen ein Zimmer nehmen, das Motel ist aber noch ein Stück teurer. Dann kommt eine Woche nix, weiter möchte ich nicht planen.

Auch wenn ich jetzt zum dritten Mal da bin, die Höhlen wollte ich nicht ganz auslassen. In den Höhlen darf man nicht fotografieren, hier der Ausgang der Waitomo Cave. Man wird zum Schluß in einem Boot sitzend durch die Höhle gezogen. Über einem sieht man tausende von Glowworms, die in Wirklichkeit Fliegenlarven sind. Sie spinnen Fäden die von der Decke hängen und mit ihrem Licht versuchen sie Futter anzulocken. Verfängt sich was: Mahlzeit. Ist wirklich hübsch, dank der frühen Ankunft hatten wir Zeit zum anschauen.

Ansonsten: Wäsche waschen, Essen, Relaxen. Das Übliche halt.

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