Tag 43 km 36 Kanuten

Heute morgen mussten wir nach den Ruhetagen wieder früh raus. Die Kanufirma hat um 7.00 Uhr zum Frühstückskaffee und um 7.30 Uhr zur Sicherheitseinweisung geladen. Kann man da nein sagen? 9 Leute waren anwesend, aber nur 6 davon wollten hinter dem Haus an diesem Tag starten. In einem Boot Team Sweden, im zweiten Kiwidame mit mir. Das dritte Boot sind zwei Kanadierinnen. Ein Pärchen startet weiter unten. Und die Freundin meiner Kiwidame, die nach langer Verletzung wieder durchstarten will, hat in den letzten drei Tagen vier Mal ihre Meinung gewechselt. Ob sie mit uns mitkommt oder nicht, oder lieber erst etwas läuft, etc. Sie überspringt nach der Einweisung ein Stück und läuft dann mit einem superschnellen Hiker mit. Alles klar, viel Spaß. Einsprüche und Ratschläge wurden konsequent abgelehnt.

Nach der Theorie gab es noch eine kurze praktische Einführung. Alles festgezurrt los geht es. Um die erste Kurve und Juhuu die ersten Stromschnellen. So ein Kanu ist kein Schlauchboot und ganz schön wacklig. Aber einigermaßen gut gemeistert. Wer vorne sitzt wird manchmal naß. Ich bin es nicht. Wenn wir auf Stromschnellen zu fahren, machen wir eine Plan und dann geht es drauf los. Danach bin ich Captain und habe das Kommando.

Zwei Dreher hatten wir im laufe des Tages drin, da hat die Zusammenarbeit nicht geklappt und plötzlich fuhren wir mit dem Arsch voraus. Zum Glück immer an guten Stellen ohne kentern. Das kann Team Schweden nicht behaupten. Die hat es auch gedreht und sind seitwärts auf einen Stein. Baden gegangen. Nichts passiert, außer naß. Kurz bevor wir ankamen hatten wir noch eine Schrecksekunde. Der Fluß verzweigt sich und in der Karte stand, man soll den linken Arm nehmen. War leider nicht diese Schnelle. Glücklicherweise konnte ich das Boot über die kleinsten Steine lenken und wir sind direkt drüber gekommen ohne zu kentern.

Und dann die nächste Gemeinheit, ein Gewitter meinte uns naß machen zu müssen. Strecke unter 5 min und in den Stromschnellen konnte ich die Regenjacke nicht rausholen. Also klatschnass. Bäh. Zelt aufstellen alles rein. Im Unterstand Essen machen und dann direkt in den Schlafsack. Langsam taue ich auf. Und werde müde. Na dann, gute Nacht.

Mal schauen, wie viele Stromschnellen es morgen hat. Noch ca 4h Fahrt, dann kommt die Stelle an der auch alle anderen Touristen starten. AB da sollte es relativ ruhig werden.

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