Nach dem Trail 2

Zuerst mal noch die Bilder:

Queenstown. Der Baum steht normalerweise am Strand

Kawaru-Bridge. Auch hier sind die Bäume normalerweise auf dem Trockenen.

Auch der Wanakatree ist etwas abgetaucht.

Weiter im Text:

Am zweiten Wanaka-Tag war wieder etwas mehr Ruhe angesagt. Nochmal ein Spaziergang durch Wanaka. Zudem habe ich die drei anderen zum Essen eingeladen.

Lauter Vegetarier. Also nur Gemüse…

Am nächsten Tag bin ich Richtung Westküste los gedüst. Die Westküste hatte es im Regen nicht so schlimm erwischt.

Ship Wreck Bay

Knights Point

Als nächstes kamen die Gletscher. Vom Süden kommend trifft man zuerst auf den Fox Gletscher. Vom letzten Mal erwartete ich eine Zufahrtsstraße. Pustekuchen. Der Parkplatz ist direkt am Highway. Man muss von dort hoch laufen. Schild: 6.5km 3-h return. Nach 40 min war ich am Ende des Wegs. Aber wo ist der Gletscher. Abstand zum anschauen 3000m und einen riesigen Schuttkegel. Nachdem wir beim letzten Mal fast dran waren, etwas enttäuschend. Aber durch den Schuttkegel läuft das Wasser vom Gletscher. Und es kann jederzeit ein größerer Schwall Wasser freigesetzt werden. Und der Regen der letzten Tage bringt gerade noch genug Wasser mit. Hmmm…

Dieser Erdrutsch hat die Straße mitgenommen. Ich zählte 7 Stellen, an dem die Straße weg war.

Ganz hinten sieht man den Fox Gletscher. Die nieselnde Wolkendecke hat viel verdeckt.

Ich hatte nur 40 min hoch und 50 min runter gebraucht. Hab mit ein paar jungen Deutschen getratscht. Deshalb ging es runter langsamer. Danach weiter zum Franz Josef Gletscher. Und auch hier: Sturmschäden, Ausblick aus 2000m. Echt?

Versteckt sich ganz schön. Der Fluß geht leider bis an den Steilhang. Dadurch kann man nicht näher laufen. Die Wolkendecke verdeckte den oberen Teil des Gletschers.

Also bin ich im Franz Josef Ort einkaufen gegangen. Und dann in meine Cabin im Holiday Park. Selbst kochen: Mein Spork ist weg! Mist. Das erste wichtige Teil, dass ich verloren habe.

Am nächsten Morgen war das Wetter etwas besser. Für kurze Zeit. Zusammen gepackt und nix wie zurück zum Gletscher.

Er zeigt sich etwas mehr. Mount Cook zeigte sich aber nicht. Macht dann auch nicht viel Sinn zum Lake Matheson raus zu fahren. Spiegelnde Wolken sind auch nicht so hübsch.

Dann ging es weiter nach Hokitika. Einkaufen, ein paar Souvenirs. Dann noch einen Strandspaziergang.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Hanmer Springs. Dieser Ort ist bekannt für seine Thermalquellen. Also direkt nach dem ankommen los und ab ins Thermalbad. Und erst Mal für vier Stunden einweichen. Ist das toll, nach vier Monaten ohne Dusche und man merkt wie das Wasser langsam die Dreckkruste ablöst. Nein, Scherz. So schlimm ist es dann doch nicht. Es roch aber schon streng. Aber auch das war nicht ich. Die haben in ihrem Thermalwasser Schwefel. Beim reinen Thermalwasser mit 42 Grad riecht es stark nach verfaulten Eiern. Puh. Gewöhnungsbedürftig.

Danach zum Abendessen gab es nochmal Fish und Chips. Der Hikerhunger ist zwar noch da. Aber zum ersten Mal habe ich die Portion nicht geschafft und habe einfach aufgehört. Dabei Fernsehen geschaut. 40 Skykanäle. Nicht schlecht.

Am nächsten Morgen wollte ich den Wetterbericht schauen. Und über was stolpere ich? Sonntagsspiel Bundesliga live. Ok, die zweite Halbzeit angeschaut.

Danach auschecken und zur Massage. In Hamilton auf der Nordinsel hatte ich eine Sportmassage bei einer Asiatin. Die hat mich damals ganz schön gequält. Hier gab es jetzt die Wellnessmassage. Und war richtig angenehm. Bis auf: Dein Rücken war ganz schön verspannt. Den habe ich versucht zu lockern. Autsch, ich habe es bemerkt.

Nach der Massage noch etwas Essen und dann ab ins Auto. Mittags um Punkt zwei zum einchecken an der Unterkunft an der letzten STation Christchurch. Ich hatte nicht so viel Auswahl, so habe ich ein relativ großes Appartment. Aber auch hier vor dem Abflug will ich erholt starten.

Der Campingplatz ist im Stadtteil Papanui. Hat ein großes Einkaufszentrum. Da habe ich den Nachmittag verbracht. Und danach habe ich das Fahrrad noch zusammen gesetzt und geputzt.

Am nächsten Tag habe ich morgens direkt das Fahrrad verkauft. Im Pfandhaus war der Preis unterirdisch schlecht. Aber ich hatte keine Lust damit weiter zu ziehen bzw anderweitig zu verkaufen. Hätte einfach zu viel Zeit gekostet. So war ich kurz darauf mit dem Bus auf dem Weg in die Innenstadt. Ich fahre nicht gerne mit dem Auto in den größeren Städten. Alles Linksverkehr. Kein Navi. Keine Lust. Und Parkplätze kosten auch in dieser Innenstadt.

Christchurch wurde 2010 und 2011 von Erdbeben zerstört. Vor allem die Innenstadt mit ihren Steingebäuden hat gelitten. Es hat immer noch viele Parkplätze, an deren Stelle früher Gebäude standen und irgendwann wieder stehen sollen.

Ich habe eigentlich an Plätzen an denen ich schon mal war einen guten Orientierungssinn. Ich habe quasi eine Karte abgespeichert. Hier kam ich nicht zurecht. Die Stadt sieht so komplett anders aus als fünf Jahre zuvor. So habe ich erst mal meine eigene Sightseeingtour gemacht. Als Touri, der sich von außen bilden lassen will kann verschiedene Arten wählen. Ein Touribus. Finde ich hier wieder mal unnötig. Innenstadt kann man zu Fuß laufen und der Außenring hat nicht viel interessantes. Das größte Einkaufszentrum in NZ? Eine Sensation!

Man kann einen Ring mit der historischen Tram fahren. Habe ich beim letzten Mal gemacht, die Fahrt ist ganz schön teuer. Aber seit dem letzten Mal ist die Strecke auch länger geworden. Was ich nochmal gemacht habe ist Quake City. Hier wurden die Erdbeben nochmals aufbereitet.

Am nächsten Morgen habe ich dann eine Walkingtour unternommen. Gestartet wurde am Museum und zuerst gingen wir auch ins Museum, um einiges über die Geschichte Christchurchs und der Siedler zu erfahren. Auch konnte hier die Geologie noch etwas erklärt werden. Dies gehört zum Erdbebenteil.

Bei der Tour kamen wir auch zur Kathedrale. Mich schockt es, dass die immer noch völlig zerstört ist. Und eigentlich nix passiert ist.

Das liegt in diesem Fall daran: Das Gebäude gehört der Kirche. Die Versicherung hat 14 Millionen gezahlt. Auf einen Totalverlust hatte man nicht versichert. Der Wiederaufbau kostet 100 Millionen. Geschätzt. Die Differenz sollte die Kirche zahlen. Wollte und konnte man nicht. Und so wollte man die Kirche abreißen.

Eine Initiative von Historikern wollte den Abriß nicht hin nehmen. Die Kathedrale war eine Attraktion. Das Gebäude, für das man Christchurch kannte. So konnte vor Gericht der Abriß gestoppt werden. Tja, weiter abreißen darf man nicht. Der Staat hat einen Haufen eigener Gebäude zu reparieren. Die Kirche bekommt einen Zuschuss. Mehr aber auch nicht. Da der Differenzbetrag fehlt, stehen die Arbeiten…Ende offen.

Dadurch, dass auch die angrenzenden Gebäude nur Ruinen sind und der Stadtmittelpunkt in die wieder aufgebaute Cashel Street verlegt wurde, hat es auch keiner eilig.

An anderer Stelle hat die Stadtverwaltung eingegriffen: Um die Innenstadt wird es einen Grüngürtel geben. Man hat auch die zwei, drei Gebäude die noch Intakt waren gekauft und abgerissen. Nur zwei Gebäude dürfen im Grüngürtel stehen. Der Gentlemans Club, eines der ältesten Gebäude aus der Siedlerzeit. Und ein Fitnessclub. Und keiner weiß, warum der da bleiben darf…man vermutet, dass der Bürgermeister einfach Sportfan ist…

Für die Bahnfreunde: In Neuseeland hat man zumeist eine Meterspur. Diese Tram hat aber eine Normalspur mit 1,435m. Da es eine absolute Touristenbahn ist, wird die aber nie auf das Schienennetz der Bahn wechseln.

Morgen geht es zum Flughafen und nach über vier Monaten kommt der Heimflug. Zwischenstopp in Sydney. Nachdem NSW drei Monate gebrannt hat und Hitzerekorde aufgestellt hat, sind sie jetzt abgesoffen. Auch hier in Neuseeland sind solche Wetterkapriolen zu sehen. Wie erklärt ist Southland letzte Woche abgesoffen. Gleichzeitig ist aber hier in Christchurch und im Rest von Neuseeland kein Tropfen vom Himmel gekommen. Die Warnstufen für Feuer sind auf dem höchsten Stand. In den Richmond Ranges dürfen nicht mehr alle Zugänge benutzt werden. Damit keine Tagesausflügler Feuer auslösen können. Offenes Feuer ist strikt verboten.

Einen Blog schreibe ich noch auf dem Heimflug. Das Fazit und Tipps für zukünftige TA-Hiker.

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